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Von Weiden

Do | 09 November 2017

Es benötigt nur wenige Takte, schon lässt sich die Herkunft des vielköpfigen Indiefolk Orchesters VON WEIDEN nicht länger verbergen. Wer sein neues Werk „Ruf der Provinz“ tauft, hat das aber offensichtlich auch nicht vor. VON WEIDEN machen die Tradition modern, verpacken kleine und große Musik in sympathische Songs. Spätestens auf den mitreißenden Konzerten offenbart sich, dass die Musik der Kapelle überall funktioniert.
VON WEIDEN erwecken Bilder einer provinzlerischen Szenerie zum Leben, liefern aber nur vordergründig den Soundtrack des Landlebens. Vor Spielfreude strotzend, bodenständig und weltoffen, spielen sie mit ländlichen Klischees, lassen ihre Parolen aber nie zu nostalgischen Plattitüden verkommen. Was auf der Bühne passiert, ist hoch ansteckend und tanzbar. Die Dame und ihre Herren aus dem Grenzgebiet zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wollen mit ihrem Publikum schwelgen, tanzen, trinken, singen und durchdrehen. Das klingt mal frisch wie barfuß über die Wiese, mal schroff wie ranzige Stiefel auf Schotter. Von Polka über angepunkten Rock’n’Roll, vom Gossenblues bis hin zum Lied. Das Streich-, Saiten-, Klopf-, Druck- und Blaswerkzeug wird ausprobiert und kombiniert, dass es eine wahre Freude ist! Dazu gibt es Texte die vom Gehen und Bleiben handeln, dem besten Kumpanen, der geliebten Mofa oder dem letzten Marsch. Hemdsärmeligkeit und Süffisanz sind bei VON WEIDEN allgegenwärtig, ohne dabei jemals albern zu sein.
Von Weidens einzigartiger Sound kommt bestens an – ob auf Festivals in der Provinz oder im ausverkauften Forum in Bielefeld bei ihrer Plattentaufe: Sobald die Band ihren Polka-Beat auf die Bühne bringt, singt und feiert das Publikum ausgelassen mit. Ihr neues Album „Ruf der Provinz“ (VÖ: 03.03.17) ist zugleich das Debut des Indie-Labels Kursaal, das zwar neu gegründet wurde, hinter dem aber jahrelange Musikindustrie-Erfahrung steckt. Zusammen wird man in den kommenden Monaten landesweit den Beweis antreten: Von Weiden – vielleicht die letzten aber auch die ersten und einzigen ihrer Art.

Eintritt VVK 12,- € zzgl. Geb.
Doors 19:00 Uhr Start 20:00 Uhr

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